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Japanische Popkultur

Fukushima: Chronik einer Atomkatastrophe

Am 11. März 2011 kam es infolge eines Tsunamis in der Atomanlage nahe der japanischen Stadt Fukushima zu einer folgenschweren Unfallserie, die in einem nuklearen Super-GAU gipfelte. Das größte Rätsel ist bis heute, wie es zu einem Totalausfall der Stromversorgung und infolgedessen zu einer mangelhaften Kühlung der Reaktorkerne und Brennstäbe kommen konnte – mit der bekannten fatalen Kettenreaktion von der Kernschmelze bis zum Freisetzen erheblicher Mengen an Radioaktivität.
Fukushima: Chronik einer Atomkatastrophe
Fukushima: Chronik einer Atomkatastrophe

Fukushima

Chronik einer
Atomkatastrophe

Sara Aoki
Sara Aoki

Am 11. März 2011 kam es infolge eines Tsunamis in der Atomanlage nahe der japanischen Stadt Fukushima zu einer folgenschweren Unfallserie, die in einem nuklearen Super-GAU gipfelte. Das größte Rätsel ist bis heute, wie es zu einem Totalausfall der Stromversorgung und infolgedessen zu einer mangelhaften Kühlung der Reaktorkerne und Brennstäbe kommen konnte – mit der bekannten fatalen Kettenreaktion von der Kernschmelze bis zum Freisetzen erheblicher Mengen an Radioaktivität.

Die Dokumentation "Fukushima - Chronik eines Desasters" liefert anhand zahlreicher Simulationen wesentliche Erkenntnisse über diese Vorgänge. Ebenfalls ungeklärt war bisher, inwieweit sich die Arbeiter der Schäden an der Anlage bewusst waren, da sie mit einer völlig unbekannten Situation konfrontiert waren.

Interviews mit den zum Zeitpunkt der Havarie diensthabenden Mitarbeitern ermöglichen es, die Ereignisse im Kontrollraum des Kernkraftwerks genau zu rekonstruieren. Anhand von 3D-Computergrafiken, nachgestellten Szenen und Exklusivinterviews versucht die Dokumentation nachzuweisen, dass die tatsächlichen Verhältnisse im Reaktorblock 1 viel gefährlicher waren, als es die Arbeiter in der Kontrollzentrale ahnen konnten.

Zudem wirft die Dokumentation ein Schlaglicht auf bisher selbst von Experten nicht erkannte Schwachstellen von Atomkraftwerken. Diese Erkenntnisse könnten zu einer Neubewertung der nuklearen Sicherheitspolitik führen.

Über zehn Jahre danach bietet der Film, als Erinnerung an die Atomkatastrophe von Fukushima, eine präzise wie erschütternde Rekonstruktion der Ereignisse. Er zeigt: Unter den gegebenen Umständen damals, mit dieser Anlage am Meer und dem für einen solchen Fall nicht ausreichend geschulten Personal, war eine Katastrophe niemals auszuschließen.

Fukushima: Chronik einer Atomkatastrophe

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Der Text stammt von Sara Aoki
Die Bilder stammen von Arte und NHK
Der Artikel erschien in der Kategorie Technik mit den Themen Asien, Fukushima, Japan, Katastrophen und Tsunamis
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